Der neue Pfarreirat

wurde in der Pfarrversammlung am Sonntag gewählt und die Pläne für die Kirche St. Nikomedes vorgestellt

En bloc wurden die neuen Mitglieder des Pfarreirates von St. Nikomedes am Sonntagmorgen in einer Pfarrversammlung gewählt. In dem Leitungsgremium der Pfarrei sind künft: Ralf Uhlenbrock, Yvonne Huesmann, Simone Kaiser-Warmeling, Elisabeth Bussmann, Klaus Thiele-Reich, Anke Borgmann, Bernadette Gövert, Ansgar Jux, Mechthild Upmann und Lena Huesmann.

Zu Beginn der Versammlung beschrieb Pfarrer Dr. Jochen Reidegeld die aktuelle Situation der Christinnen und Christen in Deutschland. Nicht nur die Zahl der Seelsorgerinnen und Seelsorger nehme weiter ab, auch die Zahl der Menschen, die einer christlichen Gemeinde angehören, werde erstmals eine Minderheit in Deutschland bilden. Um als Pfarrei zukunftsfähig zu sein, habe er sich im Vorfeld mit den Gremienvertretern viele Gedanken gemacht. So solle es den Pfarreirat alten Typs künftig in der Steinfurter Pfarrei nicht mehr geben. Vielmehr soll der Pfarreirat ein Leitungs- und Strategiegremium werden. „So wie der Kirchenvorstand für die Finanzen zuständig ist, so soll der Pfarreirat für das Pastorale verantwortlich sein“, erklärte Reidegeld weiter. Hinzu kommen in beiden Ortsteilen Gemeindeausschüsse, die das alltägliche Leben gestalten. Hierbei unterstützt aus dem Seelsorgeteam Bogdan Cantana die Arbeit des Gemeindeausschusses in Burgsteinfurt als Verantwortlicher. Für den Gemeindeteil in Borghorst hat sich ebenfalls ein Gemeindeausschuss gebildet. Wer mitmachen möchte, kann sich im Pfarrbüro unter Telefon 02552/63920 melden.

Die ersten Schritte sind nun gemacht, um eine zukunftsweisende und den Menschen mitnehmende Gemeinde zu bauen. Die neu gewählten Mitglieder des Pfarreirats sind sich einig, dass sie diese Veränderung mit vorantreiben wollen. Das dauere zwar seine Zeit, sei aber nicht unmöglich. 

Neben den Wahlen berichtete Martin Varwick, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstandes, über den Stand der Renovierung und liturgischen Umgestaltung der Pfarrkirche. Nach dem Wettbewerb im Juni vergangenen Jahres hatte es mit dem Architekturbüro um Professor Hermanns aus Kleve weitere Gespräche und Abstimmungen gegeben, um nicht nur die Wünsche zu realisieren, sondern auch die Kosten zu senken. Nun liegen die Unterlagen dem Bewilligungsausschuss des Bischöflichen Generalvikariats in Münster zur Genehmigung vor. Start für die Renovierung soll Ende 2022/Anfang 2023 sein. Vorher werden die Pläne der Gemeinde in einer Pfarrversammlung vorgestellt. 2023 sollen die Arbeiten fertig sein. Künftig soll das 2013 gestohlene und 2017 zurückgekommene wertvolle Borghorster Stiftskreuz einen sicheren Platz im Kirchenraum erhalten.