OT-Heim

OT heißt offene Tür, hier ist also jeder willkommen, ohne Rücksicht auf Religion, Nation, Sprache oder Hautfarbe.
Schaut doch einfach mal rein!  

Wir sind ein Bildungs- und Freizeithaus für Kinder, Teenys, Jugendliche und junge Erwachsene.

Wir bieten Beratung, Hilfen, Ferienfreizeiten, Seminare für Gewaltabbau und Suchtprävention, musische Angebote und Erziehung, Spiel, Sport, Spaß und Geborgenheit, Schutz für Kinder und Jugendliche, Mitbestimmung, Konzerte, Partys, geschlechtsspezifische Angebote. Dazu Zusammenarbeit über das ganze Schuljahr mit der Realschule am Buchenberg, mit der Hauptschule am Bagno, dem Gymnasium Borghorst und der Mariengrundschule.

In gleicher Weise arbeiten wir eng in der Kirchengemeinde mit (Sachausschuss Jugend, Pfarrgemeinderat, Pfarrfesten, Mitarbeitervertretung, Projekte, kirchliche Feste, etc.).

Klassenfeste, Feiern, Theateraufführungen, Treffen vieler Gruppierungen (u. a. Messdienerschaft, DJK-OT, Firmlinge, Bibeltage) stehen über das ganze Jahr auf dem Programm.

  • Viele weitere Infos findet Ihr auf unserer Homepage!

Abschied von Josef Budde

Abschiedsrede von Doris Watermann

Lieber Josef, liebe Dagmar!

Liebe Gäste!

Immer wieder in unserem Leben trennen wir uns von Gewohnheiten, von Menschen und von Lebensabschnitten. Wir brechen zu neuen Zielen auf und setzen andere Schwerpunkte. Du bist heute an einem solchen Punkt angelangt und verlässt das OT-Heim nach 38 Jahren zuverlässiger Leitung in den wohlverdienten Ruhestand.

Wie war das 1982, als ein junger Mann aus Münster die Leitung des OT-Heims vom erkrankten Günter Roters übernahm?

In allen Räumen, außer im Büro wurde geraucht. Du selbst rauchtest selbstgedrehte Rothändel. Ein erster Antrag an den KV eine elektrische Schreibmaschine mit Korrekturband zu kaufen, wurde abgelehnt. Plakate wurden auf Pappe gemalt und mit ausgeschnittenen Bildern verschönert. Zeitungsberichte wurden von der Sekretärin abgetippt und zur Redaktion gebracht. Protokolle wurden auf einem Metall, einer Matritze getippt und dann vervielfältigt. Singels und Maxis wurden in der Disco aufgelegt, im Cafe gab es neben dem Radio einen Kassettenrekorder.

Ich erzähle dies, weil so deutlich wird, wieviel sich seitdem schon technisch verändert hat.

Das waren die äußeren Gegebenheiten, aber worin hat Josef seine inhaltlichen Schwerpunkte gesetzt. Als wir im Team darüber gesprochen haben, wie ich am besten deine Arbeit beschreiben könnte, ist die Idee genannt worden, Arbeitsinhalte mit Fakten zu beschreiben.

38 Jahre bedeutet bei 220 Arbeitstagen im Jahr insgesamt 8.360 Tage OT

Ferienfahrten mit Jugendlichen nach Paris, Prag, New York und zur Atlantikküste Moliets Plage ergab ca. 25.000 km, ungefähr 1x Australien und zurück.

Wenn wir 2 Sitzungen pro Woche auf unterschiedlichsten Ebenen rechnen, dann sind das in 38 Jahren 3.116 Sitzungen, also 6.232 Tassen Kaffee.

5 Live-Konzerte im Jahr bedeutet, 400 Kontakte mit Besuchern im Jahr, 15.200 mal Hallo zu sagen, oder einen Smalltalk zu halten.

Josef hat aber auch als Architekt und Finanzmanager gearbeitet, so gab es einen Saalumbau, einen Küchen und Toilettenanbau, drei

Cafeumgestaltungen, Brandschutzmassnahmen und zum Schluss vor drei Jahren den Umbau im Keller zum Teenytreff, insgesamt ein Bauvolumen von 400.000,00 Euro.

Und zum Schluss Josef, der Entwickler, der aus einer Idee etwas Langjähriges geschaffen hat: z.B.

Stadtranderholung, Stadtjugendring, Hausaufgabenhilfe von türkischen Kindern mit ABM-Kräften, von der Übermittagsbetreung zur Trägerschaft der OGS der Marienschule, Kooperationen mit dem Ganztag von drei weiteren Schulen, Gewaltseminare, Kulturrucksack, Ferienspass, kein Kind ohne Förderung.

Und trotzdem sagen diese Fakten immer noch nichts über die Person, den Chef Josef aus.

Beziehungsarbeit leisten, Sinn stiften, Perspektiven entwickeln oder einfach gemeinsam spielen und Spaß haben, hast Du 2011 in einem Interview gesagt. Mir sind noch mehrere Sachen eingefallen. Ein offenes Ohr haben und auch mal was Verrücktes machen, z. B. durch den Flur gehen und laut zu singen. Die Mitarbeiter zusammen halten, niemanden alleine lassen, aber auch schlecht nein sagen zu können. Gerne Süßes essen, quer denken und auch ungemütlich für eine Sache kämpfen. Manchmal in den Papieren den Überblick verlieren, aber sich Zeit für ein Beratungsgespräch nehmen.

Es wird nicht leicht sein, einen so erfahrenen Chef zu ersetzen.

Wir werden nicht nur Deine Visionen, sondern auch deine offene Art und auch das Miteinanderstreiten vermissen.

OT-Heim St. Nikomedes
Leitung: Josef Budde
Emsdettener Str. 36
48565 Steinfurt

Telefon:   0 25 52 / 30 76
E-Mail:     info@ot-heim.de

Homepage: www.ot-heim.de

Facebook: www.facebook.com/ot.heim/

Bilder der Verabschiedung von Jusef Budde am 05.09.2020